Der Ablauf des Coachings

Schritt für Schritt

Von der ersten Orientierung bis zum Abschluss:
Der Ablauf ist so gestaltet, dass er sich mit einem anspruchsvollen Terminkalender vereinbaren lässt und gleichzeitig genügend Zeit zwischen den Gesprächen für Reflexion und Anwendung bleibt.

Der Prozess beginnt mit einer ersten Orientierung und Vorbereitung, führt über fünf Coaching-Sitzungen und endet mit zwei späteren Gesprächen, in denen die selbstständige Anwendung und der Abschluss im Mittelpunkt stehen.

Vor Beginn der Coaching-Sitzungen

Orientierungsgespräch

In einem ersten Gespräch klären wir, ob ein Coaching sinnvoll ist und ob die Zusammenarbeit für beide Seiten passt. Wir besprechen die praktischen Rahmenbedingungen und die Vertraulichkeit. Beide Seiten können entscheiden, ob sie zusammenarbeiten möchten.

Pre-Coaching-Fragebogen

Vor der ersten Coaching-Sitzung erhalten Sie einen Fragebogen. Dieser wird weder als Diagnose noch als Bewertung verwendet, sondern bildet die Grundlage für ein ausführliches Gespräch über Ihre berufliche Situation, Beziehungen, Annahmen sowie die Themen, die Sie aktuell beschäftigen.

360-Grad-Befragung – Selbstbild und Fremdbild

Die 360-Grad-Befragung eignet sich besonders für Führungskräfte, die im Rahmen der Nachfolgeplanung eine Position mit größerer Verantwortung übernehmen sollen. Dabei wird die eigene Einschätzung systematisch den Wahrnehmungen ausgewählter Personen aus dem beruflichen Umfeld gegenübergestellt. So wird sichtbar, wo Selbstbild und Fremdbild übereinstimmen – und wo sie voneinander abweichen.
Die Ergebnisse entscheiden weder über die Eignung für eine Beförderung noch geben sie ein Entwicklungsprogramm vor. Sie liefern zusätzliche Informationen für die Reflexion und können ins Coaching einfließen.
Die 360-Grad-Befragung kann ebenso von erfahrenen Führungskräften genutzt werden, die wissen möchten, wie ihre Führung und Leistung tatsächlich wahrgenommen werden.

Die fünf Coaching-Sitzungen

Sitzung 1 – Wo das Gespräch beginnt

Wir nutzen den Pre-Coaching-Fragebogen und (falls vorhanden) die Ergebnisse der 360-Grad-Befragung, um den Ausgangspunkt unseres Gesprächs festzulegen. Was zunächst als zentrales Thema erscheint, kann sich im Verlauf als entscheidend erweisen – oder auch nicht.

Sitzung 2 – Wahrnehmungen und Annahmen

Wir betrachten, wie Sie sich selbst sehen, wie Sie glauben, von anderen wahrgenommen zu werden, und welche Annahmen einer genaueren Betrachtung bedürfen.

Sitzung 3 – Beobachtung in der Praxis

Wir schauen, was Ihnen seit den vorigen Gesprächen aufgefallen ist: Situationen, in denen an die Stelle einer vertrauten Reaktion eine bewusstere Antwort getreten ist. Beobachtungen von Kollegen oder aus dem persönlichen Umfeld können zusätzliche Perspektiven eröffnen.

Sitzung 4 – Was sich im Alltag bewährt

Vor dieser Sitzung liegt bewusst ein längerer Zeitraum zurück. So können wir betrachten, was sich auch unter den normalen Anforderungen des Berufsalltags als hilfreich erweist, was klarer geworden ist und was nochmals genauer betrachtet werden sollte.

Sitzung 5 – Zusammenführung und selbstständige Anwendung

In der letzten Coaching-Sitzung fassen wir die Beobachtungen und Erkenntnisse aus den bisherigen Gesprächen zusammen. Im Mittelpunkt steht, wie Sie die entwickelte Vorgehensweise nach Abschluss der Coachingphase selbstständig weiter anwenden können.

Persönlichkeitsprofil

Ein auf dem wissenschaftlich etablierten Big-Five-Modell basierendes Persönlichkeitsprofil kann eine zusätzliche, strukturierte Perspektive für die Reflexion bieten. Es dient als Grundlage für das Gespräch, nicht als diagnostisches Etikett. Es soll nicht den Eindruck vermitteln, dass das Coaching die Persönlichkeit verändert hat.

Persönlich oder virtuell?

Wo es möglich ist, bevorzuge ich die ersten beiden Coaching-Sitzungen persönlich. Gerade am Anfang kann die unmittelbare Begegnung hilfreich sein, um eine gute Arbeitsbasis zu schaffen. Das ist jedoch keine starre Regel. Je nach Standort, Reiseaufwand und Terminkalender können Sitzungen auch früher oder vollständig virtuell stattfinden.

Abschluss

Die eigentliche Coachingphase endet nach der fünften Sitzung. Danach folgen – im Abstand von jeweils etwa 30 Tagen – zwei weitere Gespräche, die für den Klienten kostenfrei sind.
Diese bieten Gelegenheit, zu reflektieren, was sich bei der selbstständigen Anwendung im Alltag gezeigt hat und ob etwas noch einmal besprochen werden sollte.
Danach ist das Coaching abgeschlossen.

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